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MARI SUNNA (FIN)
30. April bis 29. Juni 2008
***verlängert bis 03. August 2008***
in Zusammenarbeit mit
Kunstsammlung Gera/Otto-Dix-Haus
Katalog dt./engl. im Kerber-Verlag
www.kerber-verlag.de
Malerei und Zeichnung der finnischen Künstlerin im Kontext der Geraer Dix-Sammlung
Mit ihrer stets gegenständlichen Malerei scheint Sunna vor allem daran interessiert zu sein, allgemein menschliche wie persönlich-individuelle und mitunter eben durchaus extreme Seelenzustände zu beschreiben. Dabei finden wiederholt das Unheimliche, Angst und das Unbewusste, aber auch Freude und überschwengliche Ausgelassenheit ihren malerisch-manifesten Niederschlag in mitunter grotesk oder zerbrechlich wirkenden Bildgestalten. Der Vielfalt und feinen Abstufungen dieser Gemütslagen entsprechend, bedient Sunna sich einerseits einer sehr ausdrucksstarken, im Duktus kraftvoll bis eruptiv wirkenden Malweise. Andererseits wischt und streicht sie mit sanften Pinselschwüngen wenig pastos über die Malgründe, welche dann von einer fast schleierhaften Faktur überzogen sind. Während die dargestellten, menschlichen Körper ihrer inneren Anspannung nach also manchmal zu explodieren scheinen, entsteht demgegenüber der Eindruck, als würden weiche, fragile Gestalten oder oft auch nur deren zarte Gesichter vor den Bildfonds schweben. Die von der Künstlerin getroffene Farbwahl von kräftigen Primär- im Gegensatz zu matteren Pastelltönen oder gar reduzierten Schwarz-Weiß-Werten, auch in ihren „Tuschmalereien“, korrespondiert mit diesen beiden unterschiedlichen Ansätzen ganz entschieden. (SO)